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Arzneimittelrechtlich zählen Spagyrika zu den Homöopathika. Der Grundgedanke ist bei beiden ganzheitlich: Körper, Geist und Seele sollen angesprochen werden.

 

Zur Herstellung erfolgt auf der Basis der alchemistischen Methoden von Paracelsus die Aufbereitung pflanzlicher, mineralischer, aber auch tierischer Substanzen durch Gärung, Wasserdampf-Destillation, Veraschung, Extraktion und Filtration. So werden ätherische Öle und pflanzeneigene Mineralstoffe und Spurenelemente gewonnen.

 

Die entstehenden Urtinkturen enthalten nach Ansicht von Spagyrikern sozusagen die kräftigsten Pflanzensubstanzen in veredelter Form und sollen heilkräftiger sein als der Ausgangsstoff.

Spagyrik

 

Spagyrik nennt man ein altes Naturheilverfahren, das auf den Schweizer Arzt Paracelsus (1493–1541) zurückgeht. Sie verbindet    

                                                            die Kraft der Pflanzen,  die Energie der Homöopathie,

                                                            das Potential der Bachblüten und

                                                            die Mineralstoffe der Schüssler Salze

Das Besondere an dieser Therapie ist: Sie kann den aus dem Gleichgewicht geratenen Körper wieder in einen gesunden Zustand führen: "Spagyrik ergänzt wie alle komplementären Therapieansätze die schulmedizinischen Behandlungen und lässt sich unkompliziert mit anderen Therapieansätzen wie Phytotherapie und Homöopathie kombinieren“ (Apothekerin Ulrike Zimmermann, Berlin).

Dieser Meinung ist auch der Gesundheitsökonom Dr. Marius Beyersdorff: "Forschungsergebnisse zeigen, dass viele Infekte beispielsweise im Bereich Nasennebenhöhlen oder Harnwege gut mit Alternativmedizin, zum Beispiel homöopathisch-spagyrischen Arzneimitteln, behandelt werden können. Darüber hinaus können sie ergänzend zu konventionellen, also schulmedizinischen Verfahren eingesetzt werden und beispielsweise Nebenwirkungen mindern."

 

Spagyrik-Mittel werden auch eingesetzt gegen Rheuma, Leberleiden, Schlaflosigkeit und Grippe. Es gibt sie in Form von Tropfen, Tabletten, Salben, Sprays als fertige Einzelpräparate oder Komplexmittel. Der Bund Deutscher Heilpraktiker verweist darauf, dass ein wissenschaftlicher Nachweis für die Wirksamkeit spagyrischer Mittel in Studien nicht erbracht wurde. Die Spagyrik sei als alleinige Therapie nicht geeignet, schwere organisch bedingte oder ernsthafte psychische Erkrankungen (z. B. Depression) zu behandeln.