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Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose

 

Wer an Sodbrennen leidet, glaubt automatisch, sein Magen produziere zu viel Säure. Das ist auch oft der Fall, aber leider nicht immer.

Bei Sodbrennen und vielen anderen Magenleiden werden jedoch fast schon routinemässig Protonenpumpenhemmer verordnet (Wirkstoffe z. B. Omeprazol oder Pantoprazol) oder auch freiverkäufliche Antazida empfohlen.

Bei Antazida handelt es sich um basische Salze, welche die Magensäure neutralisieren.

Protonenpumpenhemmer (auch PPI für Protonenpumpeninhibitoren oder einfach Säureblocker) hingegen sind Medikamente, deren Ziel die säureproduzierenden Belegzellen in der Magenschleimhaut sind.

PPI wirken also nicht sofort, wenn sie geschluckt werden, sondern müssen erst über den Dünndarm in den Blutkreislauf und mit dem Blut in die Magenschleimhautzellen transportiert werden.

In den Belegzellen blockieren die PPI daraufhin die Bildung der Salzsäure.

Informationen zum Thema Sodbrennen

 

Sodbrennen auf naturheilkundliche Weise begegnen

Eine weitaus bessere Methode, das Sodbrennen mit all seinen Folgeerscheinungen in den Griff zu bekommen, ist eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsweise.

  • Eine Ernährung mit überwiegend basenbildenden Lebensmitteln trägt schnell und effektiv zur Entsäuerung des Körpers bei.
  • Darüber hinaus sollten die bereits vorhandenen, überschüssigen Säuren durch entsprechende entsäuernde Nahrungsergänzungen gebunden und aus dem Körper geleitet werden.
  • Eine gleichzeitige Remineralisierung durch organische Mineralien füllt die geleerten Mineralstoffspeicher wieder auf und sorgt so für einen schnellstmöglichen Ausgleich des Säure-Basenhaushaltes.

 

Zu schlechten Säure bildenden Lebensmitteln gehören:

Fleisch aus konventioneller Landwirtschaft

Fleischbrühe, Wurstwaren, Schinken

Eier aus konventioneller Landwirtschaft, Fisch und Meeresfrüchte aus konventioneller Aquakultur oder aus belasteten Regionen stammend

Milch und Milchprodukte (Quark, Joghurt, Kefir und alle Käsesorten, auch von Schaf und Ziege; gerade auch alle fettarmen Milchprodukte; Ausnahme Butter, Ghee und Sahne (in Bio-Qualität), die neutral eingestuft werden)

Stark verarbeitete Sojaprodukte (insbesondere das texturierte Sojaprotein, das mit TVP abgekürzt wird und in getrockneter Form als Grundlage für Hackfleischersatz, Gulaschersatz o. ä. angeboten wird)

Getreideprodukte aus Auszugsmehlen (Back- und Teigwaren wie Kuchen, Gebäck, süsse Teilchen, Nudeln etc., manche Frühstückscerealien wie z. B. Cornflakes, Fertigmüslis, Crispies, Crunchys etc.)

Produkte aus Gluten (Seitan), z. B. vegetarische Würste, Aufschnitt, Bolognese o. ä.

Sämtliche Produkte, die Zucker enthalten

Süssungsmittel wie Dicksäfte, aber auch Honig

Speiseeis, auch Wasser-, Soja- und Joghurteis – Ausnahme: Basisches Eis

Fertigprodukte aller Art, insbesondere solche aus konventioneller Erzeugung

Fertiggetränke wie Softdrinks (z. B. Limonade, Cola etc.), Fruchtsaft aus Konzentrat, Isodrinks, Proteindrinks, Milchshakes, Drinks zum Abnehmen etc.

Mineralwasser und generell kohlensäurehaltige Getränke

Tee (schwarzer Tee, Früchtetee, Eistee etc., lediglich Kräutertees sind basisch, ja sogar hochbasisch)

Alkohol- und koffeinhaltige Produkte

Kaffee, auch Getreide-, Instant- und koffeinfreier Kaffee

Senf

Essig

Ketchup

Sauerkonserven

 

 

Zu den guten Säure bildenden Lebensmitteln gehören:

 

Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse, Paranüsse, Pekannüsse, Macadamianüsse etc.)

 

Ölsaaten (Leinsaat, Sesam, Hanfsaat, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Mohn etc. – lässt man die Saaten keimen, werden sie – je nach Keimdauer – basisch)

 

Hülsenfrüchte (Kernbohnen, Linsen, Kichererbsen, getrocknete Erbsen etc.)

 

Kakaopulver in hoher Qualität, am besten in Rohkostqualität sowie selbst gemachte Schokolade

 

Hirse

 

Mais (z. B. auch Polenta, Maisteigwaren) in kleinen Mengen

 

Pseudogetreide (Quinoa, Amaranth, Buchweizen)

 

Bio-Getreide z. B. Dinkel, Kamut oder Gerste in kleinen Mengen – idealerweise als Keimbrot oder in Sprossenform (wenn keine Unverträglichkeiten oder Gesundheitsbeschwerden vorliegen)

 

Getreideprodukte wie Bulgur und Couscous in kleinen Mengen, aber aus Dinkel, nicht aus Weizen

 

In überschaubaren Mengen hochwertige tierische Produkte aus biologischer Landwirtschaft z. B. Bio-Eier oder Fisch aus Bio-Aquakultur

 

Hochwertiger Bio-Tofu und hochwertige fermentierte Sojaprodukte wie Miso und Tempeh

 

Hochwertige pflanzliche Proteinpulver (wenn ein Proteindefizit besteht) wie z. B. Hanfprotein oder Reisprotein

 

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