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Schlafstörungen bei Kindern: Wann zum Arzt?

Schlafstörungen bei Kindern können auf Dauer sowohl das Kind als auch die ganze Familie belasten. In diesem Fall sollten Sie zum Arzt gehen. Dieser wird Sie bei Bedarf an einen pädiatrischen Schlafmediziner überweisen, der sich mit Schlafstörungen bei Kindern bestens auskennt.

 

Heilkräutertees gegen Schlafstörungen

Es gibt verschiedene Heilpflanzen, die bei Schlafstörungen helfen können. Sie werden vor allem als Tee angewendet:

  • Baldrian ist die Heilpflanze erster Wahl bei Einschlafstörungen. Er wirkt beruhigend, aber nicht betäubend (narkotisierend) wie chemische Schlafmittel. Bei Schlafstörungen, die etwa durch Nervosität, innere Unruhe oder zu viel Kaffee bedingt sind, kann ein Tee aus Baldrianwurzel helfen. Bei chronischen Schlafstörungen sollten über den Tag verteilt mehrere Tassen davon getrunken werden. Wer den etwas unangenehmen Baldriangeschmack nicht mag, kann zu geschmacksneutralen Baldrian-Dragees, -Kapseln oder -Tabletten greifen.
  • Hopfen kann die beruhigende Wirkung von Baldrian verstärken – Baldrian wird daher in Tees oft mit Hopfenzapfen kombiniert. In den Zapfen bildet sich während der Lagerung ein stark beruhigender Wirkstoff. Sie können sich mit Hopfenzapfen auch ein Schlafkissen machen: Geben Sie Hopfenzapfen in ein Baumwollkissen und legen Sie zum Schlafen Ihren Kopf darauf. Nach einer Woche die Hopfenzapfen erneuern.
  • Melisse ist eine alte Pflanze der Klosterheilkunde. Melissenblätter und Melissenöl wirken beruhigend (sowie verdauungsstärkend). Melissenöl ist sehr teuer, häufiger verwendet werden daher die Melissenblätter. Bei Schlafstörungen sollten Sie über den Tag verteilt mehrere Tassen Melissenblättertee trinken.
  • Lavendel mit seinen violetten Blüten wird schon seit Langem wegen seiner beruhigenden und schlaffördernden Wirkung geschätzt. Trinken Sie bei Schlafstörungen vor dem Zubettgehen zwei Tassen Lavendelblütentee.
  • Passionsblume kann bei leichten Formen nervöser Unruhe, Einschlafstörungen und nervösen Herzbeschwerden helfen. Sie wirkt herzstärkend, beruhigend und krampflösend. Passionsblumenkraut findet sich in Teemischungen zusammen mit anderen beruhigenden und entspannenden Heilpflanzen wie Lavendel und Baldrian.
  • Johanniskraut ist in erster Linie als pflanzliches Antidepressivum bekannt. Weil Depressionen oft mit Schlafstörungen einhergehen, kann Johanniskraut auch zu einem erholsamen Nachtschlaf beitragen. Die Heilpflanze wird als Tee oder als Fertigpräparat (wie Kapseln, Dragees) eingenommen.

Beruhigende und schlaffördernde Bäder

Auch Bäder mit Heilkräutern können bei Schlafstörungen helfen. Sie können sich entweder ein fertiges Beruhigungsbad aus Apotheke oder Drogerie besorgen oder sich die Bademischung selbst zubereiten, etwa ein Lavendelbad:

Vermischen Sie für ein Vollbad 2 Eigelb, 1 Becher Sahne (oder Milch), 2 Esslöffel Honig, 3 bis 4 Esslöffel Salz und 1 Teelöffel Lavendelöl miteinander und geben Sie das Ganze ins 37 bis 38°C warme Badewasser. Eigelb, Sahne bzw. Milch und Honig sorgen dafür, dass das ätherische Öl nicht nur auf der Wasseroberfläche schwimmt, sondern sich gut im Wasser verteilt. Sie sollten mindestens 20 Minuten darin baden.

Statt Lavendelöl können Sie auch Lavendelblüten verwenden: 100 g Lavendelblütenmit 2 Litern heißem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen und ins Badewasser geben. Badedauer wieder mindestens 20 Minuten.

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Schlafstörungen bei Kindern

Gesunder Schlaf ist für die Entwicklung von Kindern enorm wichtig. Hier finden Sie einige Tipps (aus dem Internet), die für einen guten Schlaf sorgen und Schlafstörungen bei Kindern entgegenwirken: 

  • Legen Sie für das Kind regelmäßig Schlaf- und Wachzeiten fest und achten Sie darauf, diese auch einzuhalten.
  • Das Licht im Schlafzimmer des Kindes sollte ausgeschaltet oder gedämmt sein.
  • Die Nacht ist zum Schlafen da: Wenn Kinder nachts aufwachen und schreien, sollten Sie es keinesfalls aus dem Bett holen, es herumtragen, ihm vorlesen, etwas zum Essen oder Trinken geben oder es ins elterliche Bett holen. Mit der Zeit kann es sonst überhaupt nur noch in Anwesenheit eines Elternteils einschlafen.
  • Geschlafen wird im Bett: Lassen Sie das Kind nicht auf dem Sofa im Wohnzimmer oder auf Ihrem Arm einschlafen, sonst gewöhnt es sich ein falsches Einschlafschema an.
  • Versuchen Sie nicht, ein Baby mit einem Schnuller oder Fläschchen in den Schlaf zu lullen – auch wenn es schwerfällt.
  • Holen Sie Babys und kleine Kinder nicht aus dem Bett, wenn Sie nachts aufwachen. Versuchen Sie lieber, es mit möglichst wenig Worten zu beruhigen, bevor Sie das Zimmer wieder verlassen. Normalerweise sollten Kinder im ersten bis dritten Lebensjahr lernen, selbstständig wieder einzuschlafen.
  • Schreit das Kind nachts, sollten Sie nach fünf Minuten kurz hineingehen und dann wieder herauskommen, auch wenn das Schreien andauert. Manchmal schläft das Kind von allein wieder ein. Wenn nicht, gehen Sie nach fünf Minuten wieder kurz hinein. Bei anhaltendem Schreien sollten Sie 15 Minuten abwarten, bevor Sie kurz ins Kinderzimmer gehen. Verlängern Sie diese Zeiten in den Folgenächten um jeweils fünf Minuten. Das wiederholte Kommen und Gehen gibt dem Kind die Sicherheit, dass die Eltern es nicht verlassen haben.
  • Kleine Schlafrituale können bei Einschlafstörungen helfen, etwa das abendliche Bad, ein ruhiges Spiel oder die abendliche Gutenacht-Geschichte sein. Sorgen Sie dabei für Regelmäßigkeit und Konsequenz (z. B. nur eine Geschichte pro Abend), sonst akzeptieren Kinder die elterlichen Regeln nicht.
  • Ungewohnte Aktivitäten, Krankheiten oder familiäre Ereignisse (wie Umzug, Geburt eines weiteren Kindes) können vorübergehende Schlafstörungen bei Kindern (wie auch Erwachsenen) auslösen. Dann kann es helfen, wenn Sie mit dem Kind über die Dinge sprechen, die es beschäftigen oder belasten – allerdings tagsüber und nicht vor dem Schlafengehen.
  • Schlafwandeln bei Kindern tritt bevorzugt im Alter zwischen vier und acht Jahren auf und wächst sich meist von selbst aus. Sie sollten aber Sicherheitsvorkehrungen treffen, um Unfälle während des Schlafwandelns zu vermeiden (z.B. Sicherheitsriegel an Fenstern, Schranke an der Treppe, Alarmglocke an der Tür des Kinderzimmers, um die Eltern zu wecken).

Nächtliche Panikattacken treten vor allem bei Kindern im Alter zwischen vier und zwölf Jahren auf. Das Kind wacht dabei schreiend und oft in Schweiß gebadet plötzlich auf, ist verwirrt, desorientiert und kann sich an keine „bösen Träume“ erinnern. Am nächsten Morgen weiß das Kind meist nichts mehr von der Panikattacke. Sie als Eltern können wenig dagegen tun, außer dem aufgeschreckten Kind zu versichern, dass alles in Ordnung ist. Mit zunehmendem Alter lassen die Panikattacken in der Regel nach.

 

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